1902 In der Abbaurichtung ist die östliche Baufeldgrenze erreicht. Das Flöz ist 1,5m mächtig, die Kohle von minderer Qualität.

1903 Der Rückbau beginnt. Auf ca. 350m Länge wird der neue Strebbau angewendet.

1904 An der Wetterverbindungsstrecke nach "Glück auf" Schacht wird gearbeitet. Der durch den roten Ochsen hervorgerufene Flözsprung beträgt 122,5m.

1905 Die Anzahl der Kleideraufzüge und Duschen musste zum zweiten mal erhöht werden, da die Bergleute von "Segen Gottes" Schacht die Kaue mit benutzten.

1906 Mitte des Jahres erfolgte der Durchschlag der Wetterstrecke nach "Glück auf" Schacht.

1910 Werkzeugmaschinen werden nach Glück auf Schacht umgesetzt. Es erfolgt ein größerer Einsatz von Bohrhämmern der Firma Spockhövel in der Grube.

1911 Gleiswaage von 25t Tragkraft und Rangierseilzuganlage für die Bahnverladung wurden eingebaut.

1912 Bau einer Seilbahn zur Beförderung der Kohlen nach der Wäsche.














1913 Einsatz einer Hochdruckpressluftlok von 10 PS Leistung, Fülldruck 150 at - Bauart Mayer. Erster Einsatz eiserner Förderwagen. Durch Untersuchungsbohrungen wurde eine wesentlich kleinere Fläche an Abbauwürdigen Kohlevorräten festgestellt.

1914 Im August Einstellung des Förderbetriebes wegen Personalmangel. Ausnahme bilden die Instandhaltung und die Wetterführung. Anfallende Kohlen aus der Instandhaltung wurden weiterhin bis 1915 nach über Tage verbracht.


1915 Beginn des Abbruchs der 1914 stillgelegten Koksofenanlage.

1918 Aufstellung eines Sägegatters.


1920 Das Bergarbeiterkrankenhaus des Freiherrlich von Burker Steinkohlenwerkes wird wegen zu hoher Kosten aufgegeben. Die behandlung von Kranken und Verletzten erfolgt in Johannstadt. Einführung elektrischer Signaleinrichtungen am Schacht.


1921 Wieder volle Förderung.

1926 Versuchsweiser Einsatz einer Schrämmaschine, auf Grund der harten Kohle blieb der Versuch erfolglos.


1927 Der Kohleabbau erreicht den Schachtsicherheitspfeiler an seiner südlichen und östlichen Grenze. Die Förderung wird seit September nur noch in zwei Schichten durchgeführt.

1928 Die gesamte Fördermenge an Kohle wird über die 1927 errichtete Gleisseilbahn der Zentralwäsche des "Glück auf" Schachtes zugeführt. Die Länge der Seilbahn beträgt von Schacht zu Schacht 780m. Die Seilbahn führt über zwei Brücken und durch einen Tunnel von 340m länge. Die Trockenaufbereitung und die Wäsche werden stillgelegt. Der Bahnversand wird ebenfalls eingestellt. Die Abbrucharbeiten der genannten Anlagen beginnen.

1930 Der Werksbetrieb wird am 31. März eingestellt, der Schacht bis 223m unter Hängebank verfüllt. Die gesamte Anlage wird für neue Nutzer bereitgestellt.

1959 Die Schachtanlage wird für die Nutzung durch den VEB Steinkohlenwerk Freital aufgewältigt.


1993 Der Schacht wird endgültig verfüllt, die Haldenanlagen saniert und für Nachnutzer bereit gestellt. Die gesamte Fördereinrichtung bleibt erhalten und steht mit dem Gebäudekomplex unter Denkmalschutz.

1886 12. Juni Einschlag des Schachtpunktes (Beginn der Teufarbeiten). Der Querschnitt des Schachtes 6,568m lichte Länge; 2,888m lichte Weite. Der Ausbau erfolgt mit einer 37cm starken Ziegelmauer. Bis Jahresende betrug der Teuffortschritt 40m. Durchteuft wurden 4,3m in der Diluluvial 11,3m in Quadersandstein 24,4m in der Formation des Rotliegenden. Wegen starker Wasserzugänge musste am Jahresende der Teufbetrieb eingestellt werden. Bei der Firma Hülßenberg mussten zwei neue Dampfpumpen bestellt werden.

1887 Mitte Februar Wiederaufnahme der Teufarbeiten. Ende Mai wieder eingestellt. Bei 44,5m Teufe erreichten die Wasserzugänge 2m³ in der Minute. In den Gemeinden Bannewitz, Welschhufe und Eutschütz fielen die Brunnen trocken. Neue Brunnen mussten durch die Freiherrlich von Burger    

Steinkohlenwerken angelegt werden. Anfang August konnten, nach dem die Wassermassen zurückgegangen waren, die Teufarbeiten fortgesetzt werden.

1888 Zwischen 63 und 80m wurden trockene Schieferton und Konglomoratschichten durchsunken. Zwischen 87 und 104m tritt aus den Spalten des Rotliegenden 1,3m³ Wasser in der Minute aus. Zur Wasserhaltung sind 2 Pulsometer und die zwei neuen Hülsenbergschen Dampfpumpen im Einsatz.

1889 Weiter Teufe bis 175m. Von Meter 73 - 125 wurde Wasserdichte Ausmauerung eingebracht. Bei 160m Teufe wurde trockenes Gebirge erreicht.

1900 Durch die Firma Göhmann und Einhorn aus Dortmund wird im ersten Stockwerk des Treibehauses ein Brausebad mit 18 Brausen für die erwachsenen und 3 Brausen für die jugendlichen Arbeiter eingebaut. Weiterhin wurden 200 Kleideraufzüge aufgehängt. Diese Anlagen wurden nicht durch alle Arbeiter genutzt.

1901 Umfangreiche Untersuchungen zur Feststellung der Baufeldgrenzen begannen. In östlicher Richtung bei 750m vom Schacht vertauben die Kohlenflöze. Weiterhin werden in Richtung West und Nord durch die Baufelder "Glück auf" Schacht, "Potschappelaktienverein" und "Gitterseer Aktienbauverein" Grenzen gesetzt.


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