Ehemaliger Schacht Korbußen

Raum-Zeit-Fenster mit Vorher-Nachher-Darstellung der Nutzungsänderung des ehemaligen Betriebsgelände Schacht 418  zur heutigen Rekultivierung, Aufforstung und Grünlandnutzung. Zusätzlich sind bergbauliche Zeugnisse, wie Seilscheibenhälfte und ein Förderwagen(Hunt) aufgestellt. Durch Schüler der Staatlichen Regelschule „Friedrich Schiller“ Ronneburg wurde 2007 eine Blutbuche als Erinnerungsbaum gepflanzt.

Informationstafel mit technischen Betriebsanlagen der Schachtanlagen in Korbußen

Zeittafel

Feldesteil des Bergbaubetriebes Beerwalde (geologisch relativ selbständig)

Über Tage aufgeschlossen nach der Standortgenehmigung vom 12.11.1979 des Rates des Bezirkes Gera. Unter Tage wurde das Grubenfeld durch die Schächte 418 und 421 sowie über der Querschlag 1001 K (4/79 - 9/81; 3000 m Länge) aufgeschlossen.

Die Sohlen 420-m bis 720-m (60 m Sohlenabstand) wurden zwischen 1981 und 1986 aufgefahren.

Die größte Ausdehnung erreichten die 360-m- Sohle (23 km), die 540-m Sohle (13.5 km) und die 600-m-Sohle (9.8 km).

Der Abbau erstreckte sich über 7 Sohlen und umfasste 300.000 m³, er begann im Juli 1985 auf dem Abbaublock Bl. 1001-1K. Die Sohlen 600-m (200.000 m³) und 360-m (80.000 m³) standen im Mittelpunkt.

Als Abbauverfahren kam "Teilsohlenbau mit Versatz" zur Anwendung, die Horizontalauffahrungen wurden zu 90 % mit Anker und/oder Spritzbetonausbau ausgebaut.

Im Feldesteil Korbußen wurden ca. 430 t Uran gewonnen, das entspricht ca. 4 % der erkundeten Vorräte von 12.000 t Uran (180-m - 720-m-Sohle).

Der Abwetterschacht 421 besaß eine untertägige Lüfterstation, 1989 wurden noch 4.410 Mio. m³ Wetter (ca.180 m³/s) mit 2 kBq/m³ Radon nach über Tage geblasen.

Zur Haufwerksförderung diente der Schacht 418, Uranerz wurde dabei über den Qu. 1001 K (360-m-Sohle) nach Beerwalde gefördert. Auch Grubenwässer wurden über diesen Querschlag abgeleitet.